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Weiterbildung Arzt Kardiologie 2026: Der komplette Guide

Weiterbildung Arzt Kardiologie 2026: Der komplette Guide

Alles zur Weiterbildung Arzt Kardiologie 2026: Dauer, Inhalte, Gehaltsaussichten und Karrierewege im Überblick – für Assistenzärzte und Ärzte in Weiterbildung.

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Mediplatz Redaktion

Mission Personal GmbH


Die Weiterbildung Arzt Kardiologie ist eine der anspruchsvollsten und zugleich gefragtesten Spezialisierungen im Bereich der Inneren Medizin – sowohl an Universitätskliniken als auch in akademischen Lehrkrankenhäusern der Maximalversorgung. Wenn Sie als Assistenzarzt oder Arzt in Weiterbildung den Weg zum Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie einschlagen möchten, bietet Ihnen dieser Leitfaden einen strukturierten Überblick über Zugangsvoraussetzungen, Weiterbildungsinhalte, Vergütung und konkrete Karriereperspektiven in 2026.

  1. Grundlagen: Was ist die kardiologische Facharztweiterbildung?
  2. Zugangsvoraussetzungen und Weiterbildungsstruktur
  3. Weiterbildungsinhalte und Kompetenzkatalog
  4. Gehalt während und nach der Weiterbildung Kardiologie
  5. Karrierewege und Beschäftigungsfelder
  6. Häufig gestellte Fragen
  7. Fazit

Grundlagen: Was ist die kardiologische Facharztweiterbildung?

Die Weiterbildung Arzt Kardiologie bezeichnet den geregelten, von den Landesärztekammern überwachten Qualifikationsprozess, der Ärzte zur selbstständigen Ausübung des Fachgebietes Innere Medizin und Kardiologie befähigt. Sie ist im Rahmen der Musterweiterbildungsordnung (MWBO) der Bundesärztekammer definiert und wird in Deutschland durch die jeweiligen Weiterbildungsordnungen der 17 Landesärztekammern umgesetzt.

Kardiologie ist das Teilgebiet der Inneren Medizin, das sich mit der Diagnostik, Therapie und Prävention von Erkrankungen des Herzens und des Gefäßsystems befasst. Hierzu zählen unter anderem koronare Herzkrankheit (KHK), Herzinsuffizienz, Herzrhythmusstörungen, Kardiomyopathien sowie strukturelle Herzerkrankungen. Als Subspezialisierung der Inneren Medizin setzt die kardiologische Weiterbildung grundsätzlich die Qualifikation als Facharzt für Innere Medizin voraus oder erfolgt im Rahmen einer kombinierten Weiterbildung.

Schwerpunktbezeichnung vs. Facharztbezeichnung

Ein wichtiger Unterschied, der in der Praxis häufig zu Verwechslungen führt: In Deutschland existiert die Bezeichnung „Facharzt für Kardiologie" streng genommen nicht als eigenständige Facharztbezeichnung im Sinne der MWBO. Korrekt ist die Bezeichnung „Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie" (Schwerpunktkompetenz nach §6 MWBO) oder alternativ die Führung der Schwerpunktbezeichnung „Kardiologie" nach Erwerb des Facharztes für Innere Medizin (in einigen Kammerbereichen noch möglich). Laut mediplatz.de sind aktuell zahlreiche Stellen als Arzt in Weiterbildung Kardiologie ausgeschrieben, überwiegend an Kliniken der Grund-, Regel- und Maximalversorgung in Großstädten wie Hamburg, Berlin, München und Frankfurt.

Zugangsvoraussetzungen und Weiterbildungsstruktur

Der Einstieg in die Weiterbildung Arzt Kardiologie setzt in der Regel die Approbation als Arzt sowie ein abgeschlossenes oder laufendes Weiterbildungsverhältnis in der Inneren Medizin voraus. Die Gesamtweiterbildungszeit beträgt je nach gewähltem Weg zwischen 6 und 8 Jahren.

Typische Weiterbildungsstruktur im Überblick

Weiterbildungsabschnitt Dauer Inhalt
Basisweiterbildung Innere Medizin 24 Monate Allgemeine internistische Kenntnisse, Stationsarbeit, Notaufnahme
Schwerpunktweiterbildung Kardiologie 36 Monate Invasive und nicht-invasive Kardiologie, Echo, Katheter, Rhythmologie
Zusatzweiterbildungen (optional) 6–12 Monate Z. B. Internistische Intensivmedizin, Klinische Akut- und Notfallmedizin
Facharztprüfung Mündliche Prüfung vor der Landesärztekammer

Die Schwerpunktweiterbildung Kardiologie umfasst mindestens 36 Monate an einer anerkannten Weiterbildungsstätte. Weiterbildungsstätten müssen von der zuständigen Landesärztekammer zur Weiterbildung ermächtigt sein; die Ermächtigung ist an die fachliche Qualifikation des Weiterbildungsermächtigten gebunden. Für eine vollständige Weiterbildungsermächtigung muss die Klinik neben der Invasivkardiologie (Linksherzkatheter, PCI) auch die Elektrophysiologie und Devicetherapie (ICD, Schrittmacher) vorhalten.

So finden Sie eine geeignete Weiterbildungsstelle

Die Wahl der richtigen Weiterbildungsstätte ist karriereentscheidend. Aktuelle Stellenangebote auf mediplatz.de zeigen, dass Kliniken in Hamburg, Berlin, München, Köln, Stuttgart und Frankfurt besonders häufig Assistenzarztstellen in der Kardiologie ausschreiben. Achten Sie bei der Auswahl auf folgende Kriterien:

  1. Vollständige Weiterbildungsermächtigung: Prüfen Sie, ob die Weiterbildungsstätte eine vollständige (36 Monate) oder nur eine partielle Ermächtigung besitzt – dies hat direkten Einfluss auf Ihre Anrechenbarkeit.
  2. Kathetervolumen: Mindestens 300 diagnostische Linksherzkatheter pro Jahr gelten als Richtwert für eine qualitativ hochwertige Ausbildung.
  3. Elektrophysiologie und Devicetherapie: Eine Klinik, die Ablationen, ICD-Implantationen und Schrittmacherversorgung anbietet, ermöglicht eine deutlich breitere Ausbildung.
  4. Echokardiographie-Ausbildung: Zertifizierungsmöglichkeit gemäß DEGUM oder DGK-Echostandards ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal.
  5. Forschungsaktivität: Universitätskliniken und akademische Lehrkrankenhäuser bieten häufig die Möglichkeit zur Habilitation oder zur Promotion während der Weiterbildung.
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Weiterbildungsinhalte und Kompetenzkatalog

Der Kompetenzkatalog für die Schwerpunktweiterbildung Kardiologie ist klar definiert und umfasst sowohl kognitive als auch prozedurspezifische Anforderungen. Laut der aktuellen MWBO müssen Ärzte in Weiterbildung eine festgelegte Mindestanzahl an Eingriffen und diagnostischen Maßnahmen eigenständig oder unter Aufsicht durchführen.

Nicht-invasive Diagnostik

Die nicht-invasive Kardiologie bildet das Fundament jeder kardiologischen Ausbildung. Zu den Pflichtkompetenzen gehören:

  • Transthorakale Echokardiographie (TTE): Mindestens 600 Untersuchungen (Richtlinien DGK)
  • Transösophageale Echokardiographie (TEE): mindestens 100 Untersuchungen
  • Langzeit-EKG und Langzeit-Blutdruckmessung, Belastungs-EKG
  • Kipptischuntersuchungen, Herzschrittmacher- und ICD-Kontrollen
  • Interpretation von kardialen CT- und MRT-Befunden (Kardio-MRT, CT-Koronarangiographie)

Invasive Kardiologie und Interventionen

Die invasive Kardiologie umfasst diagnostische und therapeutische Kathetereingriffe. Typische Richtwerte für die Facharztprüfungsreife:

  • Diagnostische Linksherzkatheteruntersuchungen: mind. 200 (als Untersucher)
  • Perkutane Koronarinterventionen (PCI): mind. 100 (als Erstoperateur oder Assistent)
  • Rechtsherzkatheter und Pulmonalisdruckmessung
  • Temporäre und permanente Schrittmacherimplantationen
  • ICD-Implantationen und CRT-Systeme (Cardiac Resynchronization Therapy)

Rhythmologie und spezielle Kardiologie

Elektrophysiologische Untersuchungen (EPU) und Katheterablationen gewinnen zunehmend an Bedeutung. Hochspezialisierte Zentren bieten zusätzlich Ausbildungsmöglichkeiten in der strukturellen Herzerkrankungstherapie (TAVI, MitraClip, Vorhofohr-Okklusion). Vergleichen Sie dazu auch unseren Artikel zur Weiterbildung Arzt Radiologie 2026, der ähnlich strukturierte Anforderungen in einem anderen Bildgebungsfachgebiet beschreibt.

Infografik: weiterbildung arzt kardiologie
Infografik: Weiterbildung Arzt Kardiologie 2026: Der komplette Guide

Gehalt während und nach der Weiterbildung Kardiologie

Die Vergütung während der Facharztweiterbildung Kardiologie richtet sich in Kliniken mit Tarifbindung nach dem TV-Ärzte/VKA oder dem TV-Ärzte Marburger Bund. Laut mediplatz.de liegen die Bruttojahresgehälter für Ärzte in Weiterbildung Kardiologie 2026 je nach Region, Tarif und Erfahrungsstufe zwischen 65.000 und 85.000 Euro – zuzüglich Bereitschaftsdienstvergütungen, die erheblich zur Gesamtvergütung beitragen können.

Gehaltsübersicht 2026 nach Qualifikationsstufe

Position Bruttojahresgehalt (Tarifklinik) Bruttojahresgehalt (nicht tarifgebunden)
Assistenzarzt / AiW (1.–3. Jahr) 65.000 – 72.000 € 58.000 – 68.000 €
Assistenzarzt / AiW (4.–6. Jahr) 72.000 – 82.000 € 65.000 – 78.000 €
Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie 82.000 – 110.000 € 80.000 – 115.000 €
Oberarzt Kardiologie 110.000 – 145.000 € 105.000 – 155.000 €
Leitender Oberarzt / Chefarzt Kardiologie 145.000 – 250.000 € 160.000 – 300.000 €

Bereitschaftsdienste können das Gesamteinkommen in der Weiterbildungsphase je nach Häufigkeit und Klinik um 10.000 bis 20.000 Euro jährlich erhöhen. Insbesondere in der interventionellen Kardiologie mit 24/7-Bereitschaftsdienst für den Herzkatheterdienst (STEMI-Dienst) ist das Bereitschaftsentgelt ein bedeutsamer Einkommensbestandteil. Weitere Gehaltsdetails für leitende Positionen finden Sie in unserem Artikel zu Chefarzt Einkommen Klinik 2026.

Vergütung in der Niederlassung

Niedergelassene Kardiologen mit vertragsärztlicher Zulassung erzielen je nach Praxisgröße, Standort und Leistungsspektrum Jahreseinkommen zwischen 150.000 und weit über 300.000 Euro. Besonders spezialisierte Praxen mit eigenem Herzkatheterlabor (sog. kardiologische Schwerpunktpraxen) können deutlich höhere Umsätze generieren. Die Entscheidung zwischen Klinikkarriere und Niederlassung hängt stark von persönlichen Präferenzen, Risikobereitschaft und dem gewünschten Leistungsspektrum ab.

Karrierewege und Beschäftigungsfelder in der Kardiologie

Die Kardiologie eröffnet nach abgeschlossener Facharztweiterbildung vielfältige Karrierepfade – sowohl stationär in Kliniken als auch ambulant in Schwerpunktpraxen oder in der kardiologischen Rehabilitation.

Stationäre Kardiologie: Klinikkarriere Schritt für Schritt

Der typische Karriereweg in der stationären Kardiologie folgt einer klaren Hierarchie. Laut mediplatz.de sind die Nachfrage nach kardiologischen Ober- und Chefärzten in deutschen Kliniken 2026 weiterhin hoch – insbesondere in den Ballungsräumen Hamburg, Berlin, München, Frankfurt und Köln.

  1. Assistenzarzt / Arzt in Weiterbildung (AiW): Stationsarbeit, internistische Basisdiagnostik, erste Eingriffe unter Supervision, Teilnahme am Bereitschaftsdienst.
  2. Senior-Assistenzarzt / Facharzt: Eigenständige Durchführung kardiologischer Prozeduren, Übernahme von Hintergrunddiensten, Betreuung jüngerer AiW.
  3. Funktionsoberarzt: Spezialisierung auf ein Teilgebiet (z. B. Elektrophysiologie, Herzinsuffizienz, Bildgebung), Mitverantwortung für die Ausbildung.
  4. Oberarzt: Leitungsfunktion im Teilgebiet, Übernahme administrativer Aufgaben, ggf. Habilitation an Universitätskliniken.
  5. Leitender Oberarzt / Chefarzt: Übernahme abteilungsübergreifender Führungsverantwortung, strategische Ausrichtung der Klinik, Budget- und Personalverantwortung.

Ambulante Kardiologie und MVZ

Medizinische Versorgungszentren (MVZ) mit kardiologischem Schwerpunkt sind ein wachsendes Beschäftigungsfeld. Kardiologen im MVZ kombinieren ambulante Diagnostik (Echokardiographie, Langzeit-EKG, Ergometrie, Stressechokardiographie) mit der Begleitung chronisch herzerkrankter Patienten. Verglichen mit der stationären Arbeit bieten MVZ häufig bessere Work-Life-Balance bei gleichzeitig attraktiver Vergütung. Aktuelle Stellen in diesem Bereich finden Sie auf mediplatz.de.

Zusatzweiterbildungen und Spezialisierungen

Zur weiteren Profilschärfung stehen Kardiologen nach abgeschlossener Facharztweiterbildung verschiedene Zusatzweiterbildungen offen:

  • Internistische Intensivmedizin: Besonders relevant für Kardiologen auf kardiologischen Intensiv- und Intermediate-Care-Stationen
  • Klinische Akut- und Notfallmedizin (Zusatzweiterbildung nach MWBO)
  • Sportmedizin: Zunehmend gefragt in der Sportkardiologie und präventiven Medizin
  • Schlafmedizin: Relevant im Kontext von Herzinsuffizienz und schlafbezogenen Atemstörungen
  • Kardiale Bildgebung (Kardio-MRT, Cardiac CT): Zertifizierungen über DGK oder EACVI

Einen vergleichbaren strukturierten Überblick zu Weiterbildungswegen in anderen Fachgebieten finden Sie in unserem Leitfaden zur Weiterbildung Arzt Fachkunde 2026.

Häufig gestellte Fragen

Wie lange dauert die Weiterbildung Arzt Kardiologie insgesamt?

Die Gesamtweiterbildungszeit zum Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie beträgt in der Regel 6 Jahre: 24 Monate Basisweiterbildung Innere Medizin plus 36 Monate Schwerpunktweiterbildung Kardiologie. Hinzu kommen Vorbereitungszeit für die Facharztprüfung und ggf. Zusatzrotationen.

Kann ich die Weiterbildung Kardiologie in Teilzeit absolvieren?

Ja. Gemäß den Weiterbildungsordnungen der Landesärztekammern ist eine Weiterbildung in Teilzeit (mindestens 50 % der regulären Arbeitszeit) möglich. Die Gesamtweiterbildungszeit verlängert sich entsprechend anteilig. Viele Kliniken bieten Teilzeit-Weiterbildungsstellen an, die Nachfrage übersteigt das Angebot jedoch weiterhin deutlich.

Welche Kliniken bieten die beste Weiterbildung Kardiologie in Deutschland?

Universitätskliniken und überregionale Herzzentrumskliniken (z. B. Deutsches Herzzentrum München, Herzzentrum Leipzig, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf) gelten als besonders renommierte Weiterbildungsstätten. Entscheidend sind vollständige Weiterbildungsermächtigung, hohes Kathetervolumen, Elektrophysiologie sowie Forschungsaktivität. Aktuelle Stellen als Arzt in Weiterbildung Kardiologie finden Sie auf mediplatz.de.

Wie hoch ist das Gehalt als Assistenzarzt in der Kardiologie-Weiterbildung?

In tarifgebundenen Kliniken (TV-Ärzte Marburger Bund) beträgt das Bruttojahresgehalt im ersten Weiterbildungsjahr ca. 65.000–70.000 Euro. Durch Bereitschaftsdienste, insbesondere im kardiologischen 24/7-Dienst, kann das Gesamtjahreseinkommen auf bis zu 85.000 Euro ansteigen.

Ist die Kardiologie als Fachgebiet zukunftssicher?

Ja. Der demografische Wandel, die steigende Prävalenz kardiovaskulärer Erkrankungen sowie der zunehmende Einsatz innovativer Therapieverfahren (TAVI, MitraClip, Herzinsuffizienzgeräte, KI-gestützte Bildgebung) machen die Kardiologie zu einem der am stärksten wachsenden Fachgebiete in Deutschland. Der Ärztemangel in der stationären und ambulanten Kardiologie wird Prognosen zufolge bis 2030 weiter zunehmen.

Fazit: Weiterbildung Arzt Kardiologie als attraktiver Karriereweg 2026

Die Weiterbildung Arzt Kardiologie ist ein anspruchsvoller, aber außerordentlich lohnender Karriereweg – sowohl in fachlicher als auch in finanzieller Hinsicht. Mit einer klar strukturierten Weiterbildungsordnung, einem breiten Spektrum an Prozeduren und Spezialisierungsmöglichkeiten sowie einer robusten Arbeitsmarktlage bietet die Kardiologie hervorragende Perspektiven für Assistenzärzte und Ärzte in Weiterbildung in ganz Deutschland. Die richtige Wahl der Weiterbildungsstätte – nach Ermächtigung, Kathetervolumen und Spezialisierungstiefe – ist dabei ein entscheidender Erfolgsfaktor. Nutzen Sie die Möglichkeit, Ihre Weiterbildungsstelle gezielt zu recherchieren und Ihren individuellen Karrierepath in der Kardiologie frühzeitig zu planen.

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