TVöD-K — Stand Januar 2026
Hebamme Gehalt 2026 — Klinik, Freiberuflich, Vorsorge
3.200 € – 4.600 € brutto/Monat (Klinik) | 4.500 € – 7.000 € (freiberuflich)
Hebammen arbeiten entweder angestellt an Kliniken (Tarif TVöD-K, Pflege-Anlage P8/9) oder freiberuflich (Schwangerenvorsorge, Wochenbettbetreuung, Geburtsvorbereitung). Klinik-Tarif 2026: 3.200 € (Einstieg) bis 4.600 € (Stufe 6). Freiberufliche Hebammen erreichen mit Vollauslastung 4.500 € – 7.000 € Netto-Einkommen.
Stufentabelle TVöD-K
Alle Werte brutto in EUR. Stand: 15.1.2026.
| Stufe | € / Monat | € / Jahr | Hinweis |
|---|---|---|---|
| 1 | 3.450 € | 41.400 € | P9/1 (mit Bachelor) |
| 2 | 3.680 € | 44.160 € | ab 1 Jahr |
| 3 | 3.920 € | 47.040 € | ab 3 Jahre |
| 4 | 4.150 € | 49.800 € | ab 6 Jahre |
| 5 | 4.400 € | 52.800 € | ab 10 Jahre |
| 6 | 4.600 € | 55.200 € | ab 15 Jahre |
Klinik-Hebamme TVöD-K Anlage P
Hebammen werden im Krankenhaus in der Pflege-Anlage P eingruppiert — typischerweise P8 oder P9 (P9 ab Bachelor-Abschluss):
P8 (Hebamme staatlich anerkannt): - Stufe 1: 3.200 € - Stufe 6: 4.300 €
P9 (Hebamme mit Bachelor-Abschluss, seit 2020 Studium-Pflicht): - Stufe 1: 3.450 € - Stufe 6: 4.600 €
Plus Schichtzulagen (Nacht, Sonntag, Feiertag) typisch 300 € – 600 €/Monat.
Freiberufliche Hebamme
Selbständig tätige Hebammen erbringen folgende Leistungen mit GKV-Vergütung:
- Schwangerenvorsorge (5-7 Termine): rund 600 € – 900 € pro Patientin - Geburtshilfe (außerklinisch, Hausgeburt): 950 € – 1.400 € pro Geburt - Wochenbettbetreuung (12 Wochen): 600 € – 900 € pro Patientin - Stillberatung: 35 € – 50 € pro Termin (Beleg-Pauschale) - Geburtsvorbereitungskurse: 60 € – 90 € pro Teilnehmerin
Bei Vollauslastung mit 8-12 Patientinnen pro Monat erreicht eine freiberufliche Hebamme 4.500 € – 7.000 € Netto-Einkommen (nach Steuern, Berufshaftpflicht und Sozialversicherung).
Häufige Fragen
- Wie viel verdient eine angestellte Hebamme?
- TVöD-K P9 (Bachelor): 3.450 € (Stufe 1) bis 4.600 € (Stufe 6). Plus Schichtzulagen 300 € – 600 €. Realistisches Brutto: 4.000 € – 5.200 €/Monat.
- Lohnt sich freiberufliche Tätigkeit als Hebamme?
- Finanziell bei Vollauslastung ja: 4.500 € – 7.000 € Netto möglich. Aber hohe Berufshaftpflicht (700 € – 1.400 €/Monat) und unregelmäßige Arbeitszeiten (Geburten unvorhersehbar).
- Brauche ich heute einen Bachelor-Abschluss als Hebamme?
- Ja, seit 2020 ist der Hebammen-Beruf akademisiert — Pflicht-Bachelor (Hebammenwissenschaft, 3-4 Jahre dual). Vorher ausgebildete Hebammen behalten ihre staatliche Anerkennung.
- Wie hoch ist die Berufshaftpflicht für freiberufliche Hebammen?
- 2026: rund 8.000 € – 16.000 € pro Jahr für Geburtshilfe (außerklinisch). Reine Wochenbett-Betreuung und Vorsorge ohne Geburtshilfe: 2.500 € – 4.500 €/Jahr.
Validiert vom Mission Personal Healthcare-Team
Inhalte basierend auf Marktdaten aus 2.600+ erfolgreichen Besetzungen im Gesundheitswesen seit 2018. Tarifdaten geprüft anhand der offiziellen Veröffentlichungen von Marburger Bund, VKA, AVR Caritas und AVR-DD.
Stand: 15. Januar 2026
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