Verhandelbar — Stand Januar 2026
Honorararzt — Tagessätze und Einkommen 2026
1.200 € – 2.500 € pro Einsatztag (Brutto-Umsatz)
Als Honorararzt arbeitest du selbständig auf Werkvertrags-Basis — typischerweise im Wochenend- oder Vertretungsdienst an Kliniken. Tagessätze 2026: 1.200 € – 2.500 €. Bei 15 Einsatztagen pro Monat sind 22.500 € – 37.500 € Brutto-Umsatz erreichbar — Netto-Einkommen 60-70% davon nach Steuern, Sozialversicherung und Vermittlungsprovision.
Tagessätze nach Fachrichtung 2026
Spitzen-Tagessätze: - Anästhesie: 1.500 € – 2.500 € - Notaufnahme / Notfallmedizin: 1.400 € – 2.300 € - Innere Medizin (Wochenend-Bereitschaftsdienst): 1.300 € – 2.200 € - Chirurgie (allgemein): 1.300 € – 2.100 €
Standard-Tagessätze: - Pädiatrie: 1.200 € – 1.900 € - Gynäkologie: 1.200 € – 1.900 € - Psychiatrie: 1.200 € – 1.700 € - Allgemeinmedizin (Notdienst-Praxis): 1.000 € – 1.500 €
Zuschläge: - Wochenende: +20-30% - Feiertage: +40-60% - Sehr kurzfristige Einsätze (<48h Vorlauf): +10-25%
Brutto vs. Netto — realistisches Einkommen
Bei 15 Einsatztagen pro Monat à 1.800 € = 27.000 € Brutto-Umsatz. Abzüge:
- Vermittlungsprovision (Agentur): 8-15% = 2.700 € – 4.000 € - Krankenversicherung (privat): 700 € – 1.100 € - Altersvorsorge (freiwillig, dringend empfohlen): 800 € – 2.000 € - Berufshaftpflicht: 200 € – 400 € - Steuer (auf zu versteuerndes Einkommen ca. 18-22k): 4.000 € – 6.500 €
Realistisches Netto: 14.000 € – 18.000 €/Monat — also rund 65% vom Brutto-Umsatz.
Rechtliche Risiken — Scheinselbständigkeit
Das größte Risiko in der Honorararzt-Tätigkeit: Statusfeststellungsverfahren der Rentenversicherung. Ein Honorararzt-Einsatz, der wie ein Angestelltenverhältnis aussieht (regelmäßige Einsätze beim selben Auftraggeber, Eingliederung in Dienstpläne, Weisungsabhängigkeit), kann nachträglich als sozialversicherungspflichtige Beschäftigung umdeklariert werden — mit Nachzahlung von 4 Jahren Sozialabgaben.
Schutzmaßnahmen: - Nie ausschließlich für einen Auftraggeber - Werkvertrag mit klar definiertem Auftrag - Eigene Berufshaftpflicht - Eigene Praxis-Räume oder mind. eigene IT/Geräte (soweit anwendbar) - Statusfeststellung proaktiv beantragen, nicht reaktiv
Mission Personal vermittelt Honorararzt-Einsätze über rechtssichere Werkverträge und mit dokumentierten Auftrag-Strukturen — wir kennen die Fallstricke aus 200+ vermittelten Einsätzen.
Häufige Fragen
- Wie viel verdient ein Honorararzt?
- Pro Einsatztag: 1.200 € – 2.500 € je nach Fachrichtung. Bei 15 Tagen/Monat: 22.500 € – 37.500 € Brutto-Umsatz. Netto nach allen Abzügen: 14.000 € – 18.000 €/Monat (ca. 65% vom Brutto).
- Welche Fachrichtung verdient als Honorararzt am meisten?
- Anästhesie und Notaufnahme — Tagessätze 1.500 € – 2.500 € regelmäßig, mit Wochenend-Zuschlag bis 3.250 €.
- Was ist der Unterschied zwischen Honorararzt und Leiharzt?
- Honorararzt = selbständig, Werkvertrag, eigene Sozialversicherung. Leiharzt = angestellt bei Arbeitnehmerüberlassungs-Agentur, sozialversichert. Honorararzt verdient brutto mehr, hat aber höheres Risiko (Scheinselbständigkeit).
- Ist Honorararzt eine gute langfristige Karriere?
- Kurz- bis mittelfristig finanziell attraktiv. Langfristig: nein, weil keine Facharzt-Weiterbildungszeit angerechnet wird, keine Rentenanwartschaft entsteht (außer privat vorgesorgt) und der Status rechtlich unter Druck steht. Empfohlen für: Fachärzte 50+ mit ausreichendem Vermögen, Übergangsphase nach Facharzt-Prüfung, parallel zur eigenen Praxis-Vorbereitung.
- Wie hoch ist die Vermittlungsprovision für Honorararzt-Vermittlung?
- Marktüblich: 8-15% des Tagessatzes. Bei Mission Personal: 10% — inklusive Werkvertrags-Vorlage, Statusfeststellung-Beratung und Versicherungs-Check. Wir vermitteln nur Einsätze, die rechtssicher gestaltet sind.
- Brauche ich als Honorararzt eine eigene Berufshaftpflicht?
- Ja, zwingend. Klinik-Versicherungen decken Werkvertrags-Tätigkeiten meist nicht ab. Übliche Berufshaftpflicht für Honorarärzte: 200 € – 400 € pro Monat — Versicherungssumme min. 5 Mio. €.
Validiert vom Mission Personal Healthcare-Team
Inhalte basierend auf Marktdaten aus 2.600+ erfolgreichen Besetzungen im Gesundheitswesen seit 2018. Tarifdaten geprüft anhand der offiziellen Veröffentlichungen von Marburger Bund, VKA, AVR Caritas und AVR-DD.
Stand: 15. Januar 2026
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