TV-Ärzte VKA — Stand Januar 2026
Facharzt-Gehalt 2026 — TV-Ärzte VKA Stufe Ä2 + Spezialisierung
7.421 € – 9.268 € brutto/Monat (Stufe 1-5, ohne Bereitschaftsdienst)
Mit bestandener Facharztprüfung wechselst du in die Entgeltgruppe Ä2 — der Sprung von Stufe 6 Assistenzarzt (7.228 €) zu Stufe 1 Facharzt (7.421 €) wirkt gering, aber Stufe 5 ist mit 9.268 € deutlich höher. Mit Bereitschaftsdiensten erreichen Fachärzte regelmäßig 11.000 € – 13.500 € brutto.
Stufentabelle TV-Ärzte VKA
Alle Werte brutto in EUR. Stand: 15.1.2026.
| Stufe | € / Monat | € / Jahr | Hinweis |
|---|---|---|---|
| 1 | 7.421 € | 89.052 € | Fachärztin/Facharzt — 1. Jahr |
| 2 | 7.846 € | 94.152 € | ab 4. Jahr |
| 3 | 8.389 € | 100.668 € | ab 7. Jahr |
| 4 | 8.654 € | 103.848 € | ab 9. Jahr |
| 5 | 9.268 € | 111.216 € | ab 13. Jahr |
Stufentabelle Facharzt TV-Ärzte VKA (Ä2)
Die Facharzt-Tarifgruppe Ä2 hat fünf Stufen. Die Stufenlaufzeit ist länger als bei Assistenzärzten — Stufe 5 wird erst nach 13 Jahren erreicht. Wer Oberarzt wird, wechselt in Ä3 (siehe /gehalt/oberarzt).
Fachrichtungs-Vergleich — wo verdienen Fachärzte am meisten?
Im Tarif TV-Ärzte VKA gibt es keine Differenzierung nach Fachrichtung. Effektive Unterschiede entstehen über:
- Privatkliniken mit Schwerpunkt-Boni (Kardiologie, Orthopädie, Plastische Chirurgie — alle mit hoher Privatliquidation) - Honorartätigkeit als Zweitjob (Wochenend-Vertretungen in Notaufnahmen, Anästhesie-Schichten) - Niederlassung in eigener Praxis — ab dem 3. Jahr regelmäßig 200.000 € – 400.000 € Gewinn (Allgemeinmedizin, Augenheilkunde, Kardiologie)
Spitzenverdiener (in Konzernkliniken oder eigener Praxis): - Plastische Chirurgie - Kardiologie (vor allem invasiv) - Augenheilkunde (Niederlassung) - Orthopädie / Unfallchirurgie - Anästhesie (durch hohe Bereitschaftsdienst-Frequenz)
Bereitschaftsdienste — der finanzielle Hebel als Facharzt
Ein Facharzt im 1. Jahr verdient mit 5 Bereitschaftsdiensten pro Monat (à 16h, Stufe II) zusätzlich ca. 2.400 € brutto. Das ergibt Gesamtbrutto 9.800 € – 11.500 €. Wer regelmäßig 7-8 Dienste pro Monat macht, kommt auf 12.500 € – 14.000 € brutto monatlich.
Privatkliniken vs. Kommunal — was lohnt sich?
Privatklinik-Konzerne (Helios, Asklepios, Sana, Median) zahlen Fachärzten oft 5-12% über VKA — dafür ist die Belastung intensiver. Vorteil Privatklinik:
- Höheres Grundgehalt (8.000 € – 8.500 € Stufe 1 statt 7.421 €) - Beteiligung an Privatliquidation (Chefärzte und Oberärzte überdurchschnittlich) - Strukturierte Karrierepfade
Nachteil: - Höhere OP-Frequenz / DRG-Druck - Kürzere Liegezeiten = höherer Durchsatz - Manchmal Bonus-Strukturen mit Zielvorgaben (kritisch zu bewerten)
Mission Personal kennt für jeden Konzern die Vertragsspielräume und verhandelt 8-15% über Marktniveau für unsere Kandidaten.
Vergleich nach Klinik-Typ
| Klinik-Typ | Brutto / Monat | Hinweis |
|---|---|---|
| Kommunal | 7.421 € (Stufe 1) | TV-Ärzte VKA Standard |
| Uniklinik | 7.200 € (Stufe 1) | TV-Ärzte TdL — leicht unter VKA |
| Privatklinik (Konzern) | 8.000 € – 8.500 € | Helios, Asklepios, Sana — Haustarif |
| Privatklinik (Familien-/Stiftung) | 7.600 € – 8.100 € | Schön Klinik, Vivantes-Beteiligungen |
| Reha-Klinik | 6.700 € – 7.100 € | keine Bereitschaftsdienste, planbare Stunden |
Bundesland-Vergleich
Effektive Durchschnittswerte basierend auf Tarif + üblicher übertariflicher Verhandlung.
Bayern
etwas höher (Verhandlungsspielraum bei Privatkliniken)
Baden-Württemberg
Hessen
Berlin
Vivantes + Charité dominieren — VKA und Haustarif
Hamburg
Nordrhein-Westfalen
Niedersachsen
Rheinland-Pfalz
Schleswig-Holstein
UKSH — TdL nicht VKA
Sachsen
Sachsen-Anhalt
Brandenburg
Thüringen
Mecklenburg-Vorpommern
Bremen
Saarland
Zuschläge und Boni
- Bereitschaftsdienst Stufe I (mind. 25% Arbeit)
- 60% des Stundenentgelts
- Bereitschaftsdienst Stufe II (mind. 40%)
- 75% des Stundenentgelts
- Bereitschaftsdienst Stufe III (mind. 70%)
- 90% des Stundenentgelts
- Rufdienst (außerhalb Klinik)
- 12,5% des Stundenentgelts
- Nachtdienst (21-6 Uhr)
- 15% Zuschlag
- Samstag (6-23 Uhr, nicht regelmäßig)
- 10% Zuschlag
- Sonntag
- 25% Zuschlag
- Feiertag
- 35% Zuschlag (mit Freistellung)
Häufige Fragen
- Wie viel verdient ein Facharzt brutto im ersten Jahr?
- Nach TV-Ärzte VKA Stufe Ä2/1: 7.421 € brutto/Monat. Mit Bereitschaftsdiensten (5 Dienste à 16h Stufe II) zusätzlich rund 2.400 € — Gesamtbrutto 9.800 € – 11.500 €.
- Welcher Facharzt verdient am meisten?
- Im Tarif sind alle Fächer gleich. Effektiv am meisten verdienen Plastische Chirurgen, invasive Kardiologen und niedergelassene Augenärzte — über Privatliquidation und eigene Praxis 250.000 € – 500.000 € Gewinn/Jahr realistisch.
- Lohnt sich der Wechsel zur Privatklinik?
- Finanziell: ja, 5-12% mehr Grundgehalt plus oft bessere Bereitschaftsdienst-Vergütung. Inhaltlich: kommt aufs Haus an. Helios und Asklepios betreiben strukturierte Karrierepfade, Median fokussiert auf Reha. Wer hauptsächlich operieren will, sollte vor Wechsel die OP-Frequenz erfragen — die ist in vielen Privatkliniken höher als an Unikliniken.
- Wie viel kann ein Facharzt mit Privatliquidation verdienen?
- An Privatkliniken üblich: 10-30% des Privatumsatzes seines Chefarztes — bei Chefärzten mit hohem Privatpatienten-Anteil (Kardio, Ortho, Plastik) sind 30.000 € – 80.000 € zusätzlich pro Jahr realistisch. In niedergelassenen Praxen entfällt die Beteiligung — der Praxisinhaber behält die Privatliquidation.
- Wann lohnt sich die Niederlassung in eigener Praxis?
- Bei Allgemeinmedizinern und Hausärzten ab Tag 1 in der Niederlassung — Sicherstellungszulagen und Versorgungsaufschläge in unterversorgten Gebieten. Fachärzte sollten 2-3 Jahre Klinik-Erfahrung als Facharzt sammeln, bevor sie sich niederlassen — sonst fehlt Routine und Patientenbasis.
- Wie verhandelt man als Facharzt übertariflich?
- Drei Hebel: (1) Stufen-Sprung — 1 Stufe = +425 € bis +617 €. (2) Funktionszulage für Spezial-Verantwortung (z.B. Schmerztherapie, Beatmung, OP-Leitung). (3) Übertariflich — auf dem Land und in unbeliebten Fächern (Pathologie, Geriatrie) oft 8-12%. Mission Personal verhandelt diese Hebel mit konkreten Marktdaten — durchschnittlich +11% bei Wechsel.
Validiert vom Mission Personal Healthcare-Team
Inhalte basierend auf Marktdaten aus 2.600+ erfolgreichen Besetzungen im Gesundheitswesen seit 2018. Tarifdaten geprüft anhand der offiziellen Veröffentlichungen von Marburger Bund, VKA, AVR Caritas und AVR-DD.
Stand: 15. Januar 2026
Übertariflich verdienen
Mission Personal verhandelt für Sie übertariflich
Mit Marktdaten aus 2.600+ Besetzungen verhandeln wir für unsere Kandidaten durchschnittlich +11% Brutto gegenüber Erstangeboten. KI-gestütztes Matching, 15+ Mio. Fachkräfte im Pool, Besetzungsgarantie für Klinik und Praxis.