PJ-Vergütung 2026 — Praktisches Jahr Gehalt
Das Praktische Jahr (PJ) ist der praktische Abschluss des Medizinstudiums — 48 Wochen Patientenarbeit unter Anleitung. Seit 2017 sind Kliniken verpflichtet, eine Aufwandsentschädigung zu zahlen. Höhe variiert deutlich zwischen Klinikum und Region.
Auf einen Blick
- Aufwandsentschädigung im Praktischen Jahr 2026: 400 € – 900 €/Monat je nach Klinik und Bundesland. Maximum nach Bundesausbildungsförderungsgesetz: 933 €/Monat.
- Wahl-Tertial im Ausland: oft besser bezahlt (1.500 € – 3.000 €/Monat in der Schweiz, Skandinavien, USA).
- Tipps: Klinik nach Lehrqualität wählen, nicht nur nach Vergütung. Spätere Anstellungsmöglichkeit oft an PJ-Klinik.
Aufwandsentschädigung 2026
Die Höhe der Aufwandsentschädigung wird jährlich an die BAföG-Bedarfssätze angeglichen. Aktuell: bis 933 €/Monat maximal — das gilt aber nicht überall.
Typische Spannweite 2026 nach Klinik-Typ: - Universitätsklinik: 400 € – 600 € - Großes Kommunal-Haus: 500 € – 800 € - Privatkonzern (Helios, Asklepios): 700 € – 933 € - Kleines Land-Haus: oft 900 € + Wohnraumzuschuss
Top-Bezahler: Klinikum Augsburg, Klinikum Bremen-Mitte, Helios-Konzern, einige bayerische Kommunalkliniken — bis zu 933 € + zusätzliche Sachleistungen (Wohnung, Verpflegung).
PJ im Ausland
Ein Wahl-Tertial im Ausland kann nicht nur fachlich, sondern auch finanziell sehr attraktiv sein:
- Schweiz: 1.500 € – 3.000 €/Monat (häufig steuerfrei) - Skandinavien: 1.200 € – 2.000 €/Monat - Österreich: 1.000 € – 1.800 €/Monat - USA / Kanada: 1.500 € – 4.000 €/Monat (typisch über Stipendien) - Spanien, Italien, Frankreich: 800 € – 1.500 €/Monat - Entwicklungsländer (mit BMZ-Stipendium): ca. 800 €/Monat
Wichtig: Anerkennung des Auslands-Tertials durch das Studiendekanat vorab klären.
PJ-Wahl — wonach entscheiden?
Wichtigste Kriterien (in Reihenfolge):
1. Lehrqualität: gibt es strukturierte Anleitung, Seminare, Bedside-Teaching? 2. Spätere Anstellungsmöglichkeit: viele Ärzte starten an ihrer PJ-Klinik als Assistenzarzt. 3. Vergütung: 400 € Unterschied/Monat über 16 Wochen = 1.600 € — relevant, aber nicht entscheidend. 4. Standort und Lebensqualität: PJ-Zeit ist intensiv, schöne Umgebung erleichtert die Phase. 5. Spezielle fachliche Schwerpunkte: wer Kardiologie will, sollte ein PJ-Tertial in starker Kardiologie machen.
Generell: bessere Lehre > höhere Vergütung. Eine schlechte PJ-Klinik kann den Berufseinstieg deutlich erschweren.
Häufige Fragen
- Wie viel verdient man im PJ?
- Aufwandsentschädigung 2026: 400 € – 933 €/Monat je nach Klinik. Maximum nach BAföG-Bedarfssatz. Top-Bezahler: Helios-Konzern, einige bayerische Kommunalkliniken.
- Welche Klinik zahlt am meisten im PJ?
- Privatkonzerne (Helios, Asklepios) und einige bayerische Kommunalkliniken bezahlen die Höchstgrenze 933 €. Bremen-Mitte und Augsburg bekannt für gute PJ-Vergütung + Sachleistungen.
- Lohnt sich PJ im Ausland?
- Finanziell ja (Schweiz, USA, Skandinavien). Fachlich oft besser (mehr Verantwortung, andere Fall-Spektren). Vorab: Anerkennung durch Studiendekanat klären.
- Wie wähle ich die richtige PJ-Klinik?
- Reihenfolge: (1) Lehrqualität, (2) spätere Anstellungsmöglichkeit, (3) Vergütung, (4) Lebensqualität am Standort, (5) fachliche Schwerpunkte.
- Muss die PJ-Klinik die Aufwandsentschädigung zahlen?
- Seit 2017 sind alle PJ-Kliniken verpflichtet, eine angemessene Aufwandsentschädigung zu zahlen — Höhe nicht fest geregelt, aber 400 € Minimum üblich.
Reviewed durch das Mission Personal Healthcare-Team
Mission Personal vermittelt seit 2018 Ärzte und medizinische Fachkräfte bundesweit — über 2.600 erfolgreiche Besetzungen, davon der Großteil im Krankenhausumfeld. Inhalte basieren auf aktuellen Marktdaten aus Vermittlungen und offiziellen Tarif-Veröffentlichungen.
Veröffentlicht und aktualisiert: 15. Januar 2026
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