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Mit Filtern öffnenHamburg als Gesundheitsstandort
Hamburg zählt zu den bedeutendsten Gesundheitsstandorten Deutschlands. Wer eine Stelle als Arzt, Pflegefachkraft oder Medizinische Fachangestellte in Hamburg sucht, trifft auf eine vielfältige Arbeitgeberstruktur – von großen Klinikverbünden über Universitätskliniken bis hin zu Zahnarztpraxen und ambulanten Einrichtungen. Auf Mediplatz sind insgesamt 10.107 Arbeitgeber aus dem Gesundheitswesen vertreten, darunter Häuser wie Asklepios Kliniken, Agaplesion Bethesda Krankenhaus Bergedorf und viele weitere.
Inhaltsverzeichnis:
- Tarifbindung für Ärztinnen und Ärzte in Hamburg
- Hamburger Sonderregelungen im Überblick
- Weiterbildung und Befristungsschutz
- Häufige Fragen
- Fazit
Tarifbindung für Ärztinnen und Ärzte in Hamburg
Die Tariflandschaft für Ärztinnen und Ärzte in Hamburg hat eine eigene Geschichte. Laut Marburger Bund Hamburg wurde am 22. November 2006 der Tarifvertrag TV-Ärzte KAH zwischen dem Marburger Bund Hamburg und dem Krankenhausarbeitgeberverband Hamburg e.V. abgeschlossen – gegründet vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) und den Asklepios-Kliniken. In den Jahren 2017/2018 wechselten beide Häuser zur Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA). Mit Wirkung zum 1. August 2018 trat daraufhin ein Überleitungstarifvertrag in Kraft, der die wesentlichen Hamburger Regelungen beibehält.
Die Kompetenzverteilung ist dabei zweigeteilt: Arbeitszeit, Bereitschaftsdienst und Rufbereitschaft verhandelt der MB-Landesverband Hamburg direkt mit der Arbeitsrechtlichen Vereinigung Hamburg e.V. (AVH) – dieser Überleitungstarifvertrag wurde 2023 bereits weiterentwickelt. Alle übrigen tariflichen Inhalte verhandelt der MB-Bundesverband mit der VKA. Aus dieser Aufteilung folgt laut Marburger Bund, dass Hamburger Mitglieder nicht für Forderungen streiken dürfen, die sie selbst nicht betreffen. Seit 2005 führt der Marburger Bund als einzige deutsche Ärztegewerkschaft eigenständige Tarifverhandlungen; in Hamburg bestehen ortsspezifische Sonderregelungen, die der MB-Landesverband direkt verhandelt.
Hamburger Sonderregelungen im Überblick
Gegenüber dem bundesweit geltenden TV-Ärzte/VKA enthält die Hamburger Fassung des Überleitungstarifvertrags in mehreren Punkten abweichende Regelungen:
- Nachtzuschlag: Der Zuschlag für Vollarbeit in der Nacht beträgt in der Hamburger Fassung 25 %; im bundesweit geltenden TV-Ärzte/VKA liegt er bei 20 %, nachdem er in der letzten Tarifrunde von 15 auf 20 % angehoben worden war.
- Freie Wochenenden: Eine Regelung zu zwei freien Wochenenden pro Monat ist im Hamburger Tarifvertrag seit jeher verankert und kennt – anders als im bundesweiten Tarifvertrag – keine Ausnahmeregelung. Bundesweit musste dieses Recht erst 2019 erstreikt werden.
Als Vorschlag für das Vorstellungsgespräch kann es sich lohnen, gezielt zu fragen: „Gilt hier der TV-Ärzte/VKA in der Hamburger Fassung, und wie werden Bereitschaftsdienste sowie Nachtzuschläge konkret vergütet?"
Weiterbildung und Befristungsschutz
Für Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung enthält der Hamburger Tarifvertrag besondere Schutzregelungen: Eine sachgrundlose Befristung des Arbeitsvertrags ist im Geltungsbereich des TV-Ärzte/VKA Hamburger Fassung ausdrücklich unzulässig. Wird die Mindestweiterbildungszeit um mehr als ein Jahr überschritten, ist eine Zulage in Höhe der Differenz zum Facharztgehalt zu zahlen; zudem besteht ein Verlängerungsanspruch, wenn die Weiterbildung nicht rechtzeitig abgeschlossen werden kann.
Wer eine Stelle in der Weiterbildung in Hamburg anstrebt, könnte im Gespräch fragen: „Wie ist die Mindestweiterbildungszeit in Ihrem Haus strukturiert, und welche Rotationen sind vorgesehen?" – das hilft, die tariflichen Regelungen mit der hausinternen Praxis abzugleichen.
Darüber hinaus thematisiert der MB Hamburg aktiv Führungskultur und Machtmissbrauch in der Medizin. Laut MB-Hamburg-Vorsitzendem Dr. Pedram Emami zieht der Verband daraus Schlussfolgerungen für Weiterbildung, Chancengleichheit und Abrechnungswesen.
Häufige Fragen
Gilt in Hamburg ein eigener Ärztetarifvertrag?
Für Ärztinnen und Ärzte an UKE und Asklepios-Kliniken Hamburg gilt seit dem 1. August 2018 ein Überleitungstarifvertrag, der als Hamburger Fassung des TV-Ärzte/VKA ortsspezifische Sonderregelungen – etwa beim Nachtzuschlag und bei den freien Wochenenden – beibehält. Der zugrundeliegende Hamburger Ärztetarifvertrag TV-Ärzte KAH geht auf den 22. November 2006 zurück.
Was unterscheidet den Hamburger Tarifvertrag vom bundesweiten TV-Ärzte/VKA konkret?
Im Geltungsbereich der Hamburger Fassung beträgt der Nachtzuschlag für Vollarbeit 25 %; der bundesweite TV-Ärzte/VKA sieht 20 % vor. Außerdem ist die Regelung zu zwei freien Wochenenden pro Monat im Hamburger Tarifvertrag seit jeher ohne die im bundesweiten Tarifvertrag bestehende Ausnahmeregelung verankert – bundesweit musste dieses Recht erst 2019 erstreikt werden.
Wer verhandelt die Hamburger Tarifbedingungen?
Der MB-Landesverband Hamburg verhandelt Arbeitszeit, Bereitschaftsdienst und Rufbereitschaft mit der AVH; alle übrigen Tarifthemen verhandelt der MB-Bundesverband mit der VKA. Aus dieser Aufteilung folgt, dass Hamburger Mitglieder nur für Forderungen in den Arbeitskampf treten dürfen, die sie selbst betreffen.
Fazit
Der Gesundheitsmarkt Hamburg bietet angestellten Ärztinnen und Ärzten eine tariflich eigenständige Arbeitsumgebung mit Sonderregelungen, die in mehreren Punkten über den bundesweiten Standard hinausgehen. Für Bewerberinnen und Bewerber lohnt es sich, die geltende Tarifbindung beim jeweiligen Arbeitgeber gezielt zu erfragen – besonders bei Nachtdiensten, Wochenenddiensten und Weiterbildungsverträgen. Passende Stellen entdecken: Aktuelle Stellenangebote

Studienassistenz (Study Nurse) / Studienkoordinator:in (all genders) für das onkologische Studienzentrum
UKE - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Diätassistent:inDiätassistent:in (all genders) - Bereich Klinik für Kinder- und Jugendmedizin
UKE - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
PflegefachkraftGesundheits- und (Kinder-) Krankenpfleger:in / Pflegefachperson (all genders) - Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
UKE - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Pflegehelfer:in / Krankenpflegehelfer:in (all genders) - Bereich „Außenschiene“ (Lagerungspflege) im OP Funktionsdienst
UKE - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Psychologische:r Psychotherapeut:inPsychologischer Psychotherapeut (m/w/d) oder Fachpsychotherapeut (m/w/d) in Teilzeit
Krankenhaus Tabea GmbH & Co. KG

Assistenzarzt/-ärztinAssistenzarzt (w/m/d) Anästhesie und Intensivmedizin
Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA
Übliches Berufsgehalt · brutto/Monat
5.622 € bis 7.228 €
Vergleichswert, keine Gehaltsangabe dieser Stelle
Medizinische Fachangestellte (MFA)MFA / MTA (w/m/d) Neurologie
Asklepios Klinik Barmbek
Übliches Berufsgehalt · brutto/Monat
2.824 € bis 3.868 €
Vergleichswert, keine Gehaltsangabe dieser Stelle
Assistenzarzt/-ärztinAssistenzarzt (w/m/d) Akutpsychiatrie / Psychosen
Asklepios Klinik Nord
Übliches Berufsgehalt · brutto/Monat
5.622 € bis 7.228 €
Vergleichswert, keine Gehaltsangabe dieser Stelle
Pflegefachkraft
Facharzt/-ärztinFacharzt m/w/x für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie
Albertinen-Zentrale Dienste GmbH
Übliches Berufsgehalt · brutto/Monat
7.421 € bis 9.268 €
Vergleichswert, keine Gehaltsangabe dieser Stelle
Medizinisch-technische:r Assistent:in (MTA)Medizinischer Technologe m/w/x für Radiologie MTR
Albertinen-Zentrale Dienste GmbH
Übliches Berufsgehalt · brutto/Monat
3.933 € bis 5.431 €
Vergleichswert, keine Gehaltsangabe dieser Stelle
Medizinische Fachangestellte (MFA)Medizinische(r) Fachangestelle(r) (MFA) (m/w/d) in Hamburg
Chirurgische Praxis Alstertal
Übliches Berufsgehalt · brutto/Monat
2.824 € bis 3.868 €
Vergleichswert, keine Gehaltsangabe dieser Stelle
Assistenzarzt/-ärztinWeiterbildungsassistenzärztin/-arzt oder Fachärztin/-arzt für Innere Medizin/Kardiologie (m/w/d)
Cardiologicum Hamburg GbR - Praxisgemeinschaft Schloßgarten Drei-Sieben
Übliches Berufsgehalt · brutto/Monat
5.622 € bis 7.228 €
Vergleichswert, keine Gehaltsangabe dieser Stelle
Medizinische Fachangestellte (MFA)Medizinischer Fachangestellter /Arzthelfer oder vergleichbar (m/w/d)
Cardiologicum Hamburg GbR - Praxisgemeinschaft Schloßgarten Drei-Sieben
Übliches Berufsgehalt · brutto/Monat
2.824 € bis 3.868 €
Vergleichswert, keine Gehaltsangabe dieser Stelle
Medizinische Fachangestellte (MFA)Medizinische Fachangestellte / Gesundheits- und Pflegekraft (m/w/d)
Cardiologicum Hamburg GbR - Praxisgemeinschaft Schloßgarten Drei-Sieben
Übliches Berufsgehalt · brutto/Monat
2.824 € bis 3.868 €
Vergleichswert, keine Gehaltsangabe dieser Stelle
Chefarzt/-ärztinChefarztsekretärin Innere Medizin / Gastroenterologie (w/m/d)
Agaplesion Bethesda Krankenhaus Bergedorf Gemeinnützige GmbH
Medizinische Fachangestellte (MFA)Medizinische Fachangestellte Augenoptiker MFA (m/w/d)
ARTEMIS Augenarzt-Praxis Hamburg-Berne
Übliches Berufsgehalt · brutto/Monat
2.824 € bis 3.868 €
Vergleichswert, keine Gehaltsangabe dieser Stelle
Facharzt/-ärztinFacharzt / Fachärztin für Innere Medizin oder Allgemeinmedizin als operative Leitung (m/w/d)
Fachärztin Arezu Dezfuli | Privatpraxis für umfassende Medizin Hamburg
Übliches Berufsgehalt · brutto/Monat
7.421 € bis 9.268 €
Vergleichswert, keine Gehaltsangabe dieser Stelle
PflegefachkraftOTA / Pflegefachkraft Zentral-OP (w/m/d)
Agaplesion Bethesda Krankenhaus Bergedorf Gemeinnützige GmbH
PflegefachkraftPflegefachkraft Chest Pain Unit (CPU) & Intermediate Care (IMC) (w/m/d)
Agaplesion Bethesda Krankenhaus Bergedorf Gemeinnützige GmbH

PflegefachkraftPflegefachkraft (w/m/d) mit Zusatzqualifikation Intensiv und Anästhesiepflege
Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA
Pflegefachkraft