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Arzt- & MFA-Gehaltsrechner 2026

Brutto und Netto für Assistenzarzt, Facharzt, Oberarzt und MFA nach TV-Ärzte VKA und TVöD-K — mit Erfahrungsstufe, Steuerklasse und Sozialabgaben. Kostenlos, ohne Anmeldung.

Ihre Angaben

Brutto / Monat

7.846 €

TV-Ärzte VKA · Stufe 2 · 94.152 €/Jahr

Netto / Monat (ca.)

3.910 €

Steuerklasse 1

Lohnsteuer (Stkl. 1)−2.276 €
Solidaritätszuschlag−125 €
Rentenversicherung−730 €
Arbeitslosenversicherung−102 €
Krankenversicherung−471 €
Pflegeversicherung−232 €
Abzüge gesamt3.936 €

Schätzung nach Tarif-Tabelle + vereinfachter Lohnsteuer 2026. Brutto exakt (bzw. Bandmittelwert), Netto typ. ±2–5 %. Zuschläge (Bereitschaft, Schicht, Nacht) und Zulagen sind nicht enthalten.

Datengrundlage: TV-Ärzte VKA + TVöD-K Anlage E (Tarifstand 2025/2026) · Lohnsteuer & Sozialabgaben 2026. Gepflegt von Mission Personal GmbH.

Arzt- & MFA-Gehalt: einstufen, vergleichen, verhandeln

Richtig einstufen: der Unterschied zwischen Berufsjahren und Stufenjahren

Der häufigste Fehler bei der Einstufung im TV-Ärzte VKA ist die Annahme, dass ärztliche Berufserfahrung automatisch und vollständig in die Erfahrungsstufe einfließt. Tatsächlich zählt nur einschlägige ärztliche Tätigkeit ab der Approbation, und die Anrechnung ist beim Klinikwechsel Verhandlungssache, nicht Automatik. Wer aus dem Ausland kommt, in Teilzeit gearbeitet oder die Fachrichtung gewechselt hat, sollte vor Vertragsunterschrift schriftlich klären, welche Stufe das neue Haus ansetzt, denn rückwirkend lässt sich das kaum korrigieren.

Wie groß der Hebel ist, zeigen die konkreten Stufensprünge: Bei Assistenzärztinnen und Assistenzärzten kostet eine zu niedrig angesetzte Stufe schon zwischen Stufe 1 und 2 monatlich 318 Euro brutto (5.622 Euro gegenüber 5.940 Euro). Bei Fachärzten ist die Spreizung noch deutlicher: Zwischen Stufe 1 (7.421 Euro) und Stufe 5 (9.268 Euro) liegen 1.847 Euro brutto pro Monat, allein der Sprung von Stufe 4 auf 5 bringt 614 Euro. Wer also eine Vorstufe verschenkt, verliert über Jahre einen fünfstelligen Betrag. Der Rechner oben zeigt das Tabellenentgelt je Stufe, die richtige Stufe einzutragen entscheidet aber über die Aussagekraft des Ergebnisses.

Kommunal, Uni oder privat: was die Trägerwahl wirklich bedeutet

Anders als oft angenommen ist die Universitätsklinik beim Grundgehalt nicht der Spitzenreiter. Der TV-Ärzte TdL der Länder liegt rund zwei bis vier Prozent unter dem kommunalen TV-Ärzte VKA. Für einen Assistenzarzt im ersten Jahr bedeutet das konkret etwa 5.450 Euro an der Uniklinik gegenüber 5.622 Euro am kommunalen Haus. Der Reiz der Uniklinik liegt entsprechend nicht im Tabellenentgelt, sondern in Forschungszeit, breiterem Behandlungsspektrum und der Habilitationsperspektive, also in der langfristigen Karrierewährung statt im kurzfristigen Brutto.

Privatklinik-Konzerne wie Helios, Asklepios und Sana arbeiten mit eigenen Haustarifverträgen, die sich am VKA orientieren, aber regelmäßig fünf bis zwölf Prozent darüber liegen. Bei einem Facharzt in Stufe 1 kann das den Unterschied zwischen 7.421 Euro nach VKA und rund 8.000 bis 8.500 Euro nach Haustarif ausmachen. Dem höheren Grundgehalt steht in der Regel eine intensivere Belastung gegenüber, etwa höhere OP-Frequenz oder kürzere Liegezeiten. Die Trägerwahl ist damit immer eine Abwägung zwischen Brutto, Belastung und Karrierepfad, nicht eine reine Gehaltsfrage.

Karrieresprünge: was jede Beförderung in Euro bringt

Der finanziell unscheinbarste Schritt ist ausgerechnet der mit dem größten Prestige: der Übergang vom Assistenz- zum Facharzt. Von Assistenzarzt Stufe 6 (7.228 Euro) auf Facharzt Stufe 1 (7.421 Euro) sind es nur 193 Euro brutto im Monat. Der eigentliche Gehaltsschub kommt erst über die Facharzt-Stufen hinweg und vor allem durch die nun selbstständig planbaren Bereitschaftsdienste, nicht durch den Titelwechsel selbst. Wer den Facharzt als sofortigen Gehaltssprung erwartet, plant falsch.

Deutlich spürbarer ist der Schritt in die Oberarzt-Ebene. Von Facharzt Stufe 1 auf Oberarzt der Gruppe Ä3 Stufe 1 sind es 1.921 Euro mehr brutto, also der Sprung von 7.421 Euro auf 9.342 Euro. Wer zum leitenden Oberarzt der Gruppe Ä4 aufsteigt, legt gegenüber dem regulären Oberarzt noch einmal kräftig zu: In der jeweils ersten Stufe sind das 1.756 Euro (9.342 Euro gegenüber 11.098 Euro), in der dritten Stufe sogar 1.994 Euro (10.487 Euro gegenüber 12.481 Euro). Diese Zahlen machen klar, warum sich die Übernahme einer Sektions- oder Stellvertreterfunktion finanziell auszahlt, während der bloße Facharzttitel kaum am Tabellenentgelt rüttelt.

MFA: Klinik gegen Praxis und der unterschätzte Zulagen-Hebel

Für Medizinische Fachangestellte entscheidet zunächst der Einsatzort über die tarifliche Basis. Im kommunalen Krankenhaus gilt der TVöD-K Anlage E mit 2.742 Euro zum Einstieg bis 3.441 Euro nach fünfzehn Jahren, das sind über die gesamte Laufbahn 699 Euro Steigerung. In der niedergelassenen Praxis greift der eigene Gehaltstarifvertrag der Medizinischen Fachangestellten, der mit rund 2.690 Euro Einstieg bis etwa 3.350 Euro knapp darunter liegt. Der reine Tabellenunterschied zum Einstieg beträgt also nur etwa 52 Euro, der wahre Unterschied liegt bei den Schicht- und Wochenendzuschlägen, die im Krankenhaus tariflich klar geregelt sind und in der Praxis oft nur pauschal.

Wichtiger als die Wahl zwischen Klinik und Praxis ist für viele MFA der Zulagen- und Weiterbildungspfad, weil er das Tabellenentgelt spürbar übersteigt. Zertifiziertes Wundmanagement bringt monatlich 150 bis 300 Euro, OP-Assistenz in der Tageschirurgie 200 bis 400 Euro, Praxismanagement oder Stellvertretung 200 bis 500 Euro. Wer sich zur Praxismanagerin weiterbildet, erreicht ein Niveau von 3.400 bis 4.800 Euro brutto und damit deutlich mehr als jede reguläre Tarifstufe. Für MFA ist die finanzielle Entwicklung damit weniger eine Frage der Geduld als eine Frage der gezielten Qualifikation.

Typische Tarif-Irrtümer und wie man in dieser Nische verhandelt

Drei Irrtümer kosten Mediziner regelmäßig Geld. Erstens wird die Promotion mit Gehalt verwechselt: Der Doktortitel wird in keinem ärztlichen Tarif separat vergütet, er ist Eintrittskarte für die akademische Laufbahn, kein Stufenaufstieg. Zweitens wird das Tabellenentgelt für das Effektivgehalt gehalten, obwohl Bereitschafts-, Ruf- und Nachtdienste das Brutto in vielen Häusern erheblich heben, der Rechner oben weist daher bewusst nur den reinen Tarifwert aus. Drittens halten viele die Stufenanrechnung für nicht verhandelbar, dabei ist genau sie der wirksamste Hebel beim Wechsel.

In der Verhandlung gilt für ärztliche Berufe eine eigene Logik, weil der Bewerbermarkt knapp ist. Statt am bundesweit identischen VKA-Tabellenwert zu rütteln, lohnt es sich, an drei Stellschrauben anzusetzen: an der Stufenanrechnung, deren Wert sich aus den oben genannten Sprüngen ergibt, an Funktionszulagen für übernommene Spezialaufgaben und an einer übertariflichen Sondervereinbarung, die vor allem auf dem Land und in unbeliebten Fächern realistisch ist. Wer den exakten Tabellenwert seiner Stufe kennt, argumentiert in der Verhandlung präzise statt vage, und genau hier setzt die Vermittlung über Mission Personal an, die ärztliche und medizinische Positionen regelmäßig oberhalb des Tarifs platziert.

Zuschläge & Dienste (zusätzlich zum Tabellenentgelt)

Der Rechner zeigt das reine Tarifentgelt. Bereitschaft, Ruf- und Nachtdienste sowie Wochenend-/Feiertagszuschläge kommen erheblich obendrauf:

Bereitschaftsdienst Stufe I (mind. 25% Arbeit)60% des Stundenentgelts
Bereitschaftsdienst Stufe II (mind. 40%)75% des Stundenentgelts
Bereitschaftsdienst Stufe III (mind. 70%)90% des Stundenentgelts
Rufdienst (außerhalb Klinik)12,5% des Stundenentgelts
Nachtdienst (21-6 Uhr)15% Zuschlag
Samstag (6-23 Uhr, nicht regelmäßig)10% Zuschlag
Sonntag25% Zuschlag
Feiertag35% Zuschlag (mit Freistellung)

Häufige Fragen zum Mediziner-Gehalt

Wie genau ist der Arzt-Gehaltsrechner?

Die Brutto-Werte stammen exakt aus der TV-Ärzte-VKA- bzw. TVöD-K-Tarif­tabelle 2025/2026. Die Netto-Schätzung folgt einer vereinfachten Lohnsteuer-Formel nach BMF-Tarif und liegt typischerweise innerhalb von ±2–5 % des tatsächlichen Auszahlungsbetrags. Abweichungen entstehen durch individuelle Faktoren: konkreter Krankenkassen-Zusatzbeitrag, Freibeträge, vermögenswirksame Leistungen, Sachbezüge und Bereitschaftsdienst-Zuschläge.

Welcher Tarif gilt für Ärztinnen und Ärzte?

An kommunalen Krankenhäusern gilt der TV-Ärzte VKA (Marburger Bund / Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände). An Universitätskliniken der Länder gilt TV-Ärzte TdL. Bei privaten Klinikkonzernen (Helios, Asklepios, Sana) gelten Haustarifverträge, die häufig am VKA-Niveau orientiert, aber verhandelbar sind. Dieser Rechner nutzt die VKA-Tabelle als Referenz.

Wie funktionieren die Erfahrungsstufen bei Ärzten?

Innerhalb jeder Arztgruppe (Assistenz-, Fach-, Oberarzt) steigt das Entgelt nach Erfahrungsjahren in Stufen. Assistenzärzte durchlaufen 6 Stufen (Stufe 6 ab dem 8. Jahr), Fachärzte 5 Stufen (Stufe 5 ab dem 13. Jahr), Oberärzte 3 Stufen. Einschlägige Vorerfahrung kann bei der Einstufung anerkannt werden — hier lohnt sich Verhandlung.

Sind Bereitschaftsdienste im berechneten Gehalt enthalten?

Nein. Der Rechner zeigt das reine Tabellenentgelt ohne Dienste. Bereitschaftsdienste und Zuschläge kommen erheblich obendrauf: Bereitschaftsdienst Stufe I bis III wird mit 60–90 % des Stundenentgelts vergütet, Nacht- (15 %), Sonntags- (25 %) und Feiertagszuschläge (35 %) zusätzlich. Realistisch liegt das Effektiv-Gehalt vieler Klinikärzte 15–30 % über dem Tabellenwert.

Was verdient eine MFA nach Tarif?

Medizinische Fachangestellte an öffentlichen Krankenhäusern werden nach TVöD-K Anlage E eingruppiert — von rund 2.742 € (Berufseinstieg) bis ~3.441 € (ab 15 Jahren). In Praxen gilt der Gehaltstarifvertrag der Medizinischen Fachangestellten (AAA/vmf), der etwas darunter liegen kann. Zusatzqualifikationen (z. B. Ambulante Operationen, Hygiene) bringen Aufschläge.

Warum unterscheidet sich das Gehalt je Bundesland?

Die TV-Ärzte-VKA-Tabelle ist bundesweit identisch — Unterschiede entstehen durch die Trägerlandschaft (mehr private/verhandelbare Häuser in Bayern/BW), Haustarife und das Verhältnis Uniklinik (TdL) zu kommunalem Haus (VKA). Beim Netto wirkt sich vor allem die Kirchensteuer aus: 8 % in Bayern und Baden-Württemberg, 9 % in allen anderen Ländern.

Lässt sich übertariflich verhandeln?

Ja — gerade bei Fach- und Oberärzten und in Regionen mit Ärztemangel sind übertarifliche Zulagen, Antrittsprämien und anrechenbare Vorerfahrung üblich. Wer den Tabellenwert kennt, verhandelt besser. Mission Personal vermittelt ärztliche Positionen häufig oberhalb des Tarifs.

Übertariflich verhandeln?

Mission Personal vermittelt ärztliche und medizinische Positionen häufig oberhalb des Tarifs — mit anrechenbarer Vorerfahrung und Antrittsprämien.

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