TV-Ärzte VKA — Stand Januar 2026
Oberarzt-Gehalt 2026 — Tarif Ä3 + Funktionszulagen
9.342 € – 12.481 € brutto/Monat (Ä3 bis leitender Oberarzt Ä4)
Als Oberarzt übernimmst du Führungsverantwortung für eine Abteilung oder Sektion. Tarif TV-Ärzte VKA Ä3 startet bei 9.342 € brutto. Leitende Oberärzte (Ä4) erreichen bis zu 12.481 € — plus Funktionszulagen, Bereitschaftsdienste und (an Privatkliniken) Privatliquidations-Beteiligung kommen Oberärzte regelmäßig auf 14.000 € – 18.000 € brutto.
Stufentabelle TV-Ärzte VKA
Alle Werte brutto in EUR. Stand: 15.1.2026.
| Stufe | € / Monat | € / Jahr | Hinweis |
|---|---|---|---|
| 1 | 9.342 € | 112.104 € | Oberärztin/Oberarzt — 1. Jahr |
| 2 | 9.869 € | 118.428 € | ab 4. Jahr |
| 3 | 10.487 € | 125.844 € | ab 7. Jahr |
| 1 | 11.098 € | 133.176 € | Leitende:r Oberarzt — 1. Jahr |
| 2 | 11.744 € | 140.928 € | ab 4. Jahr |
| 3 | 12.481 € | 149.772 € | ab 7. Jahr |
Stufentabelle Oberarzt (Ä3) und Leitender Oberarzt (Ä4)
Die Oberarzt-Gruppe Ä3 hat drei Stufen, die nach 1, 4 und 7 Jahren erreicht werden. Leitende Oberärzte (Stellvertreter des Chefarztes) werden in Ä4 eingruppiert — ebenfalls drei Stufen.
Funktionszulagen und Bereitschaftsdienst
Oberärzte erhalten regelmäßig Funktionszulagen für besondere Verantwortung:
- Schmerztherapie-Verantwortung: 200 € – 500 € / Monat - OP-Leitung / Chirurgischer Sektionsleiter: 400 € – 800 € - Hygiene-Verantwortung: 250 € – 400 € - Stellvertretung Chefarzt: 600 € – 1.200 € (Ä4 inkludiert) - Rufdienst Wochenende: 600 € – 1.200 € / Monat (4 Dienste)
Bereitschaftsdienste werden auch als Oberarzt geleistet — meist 2-4 pro Monat, oft als Rufdienst (geringere Belastung, geringere Vergütung).
Privatliquidation — der echte Oberarzt-Bonus
An Häusern mit hohem Privatpatienten-Anteil beteiligt der Chefarzt seine Oberärzte häufig an der Privatliquidation. Übliche Beteiligungssätze: 10-25% des Oberarzt-Anteils am Privatumsatz der Abteilung. Für viel-operierende Disziplinen (Orthopädie, Plastische Chirurgie, Kardiologie) bedeutet das 20.000 € – 80.000 € zusätzlich pro Jahr — versteuert als regulärer Bruttolohn.
Vom Oberarzt zum Chefarzt — Karrierepfad
Der nächste Schritt: Chefarzt-Position. Voraussetzungen:
- Mindestens 5-7 Jahre Oberarzt-Erfahrung - Habilitation oder mindestens Privatdozent-Status (in 60% der Häuser Pflicht) - Publikationen im Fachgebiet (Mindesterwartung: 30+ peer-reviewed Papers) - Führungserfahrung — idealerweise Sektion- oder Leitfunktion in Ä4
Chefarzt-Stellen werden meist über Headhunter besetzt — Mission Personal vermittelt regelmäßig Chefarzt-Positionen mit Vergütungen zwischen 200.000 € und 350.000 € pro Jahr plus Privatliquidations-Beteiligung.
Vergleich nach Klinik-Typ
| Klinik-Typ | Brutto / Monat | Hinweis |
|---|---|---|
| Kommunal | 9.342 € (Ä3/1) | Vivantes, Klinikum-Verbände, städtische Häuser |
| Uniklinik | 9.100 € (Ä3/1) | TdL — leicht unter VKA, dafür Habilitations-Option |
| Privatklinik (Konzern) | 10.000 € – 10.500 € | Helios, Asklepios — plus Privatliquidations-Anteil |
| Reha-Klinik | 8.500 € – 9.000 € | geringere Bereitschaftsdienst-Frequenz |
Bundesland-Vergleich
Effektive Durchschnittswerte basierend auf Tarif + üblicher übertariflicher Verhandlung.
Bayern
etwas höher (Verhandlungsspielraum bei Privatkliniken)
Baden-Württemberg
Hessen
Berlin
Vivantes + Charité dominieren — VKA und Haustarif
Hamburg
Nordrhein-Westfalen
Niedersachsen
Rheinland-Pfalz
Schleswig-Holstein
UKSH — TdL nicht VKA
Sachsen
Sachsen-Anhalt
Brandenburg
Thüringen
Mecklenburg-Vorpommern
Bremen
Saarland
Zuschläge und Boni
- Bereitschaftsdienst Stufe I (mind. 25% Arbeit)
- 60% des Stundenentgelts
- Bereitschaftsdienst Stufe II (mind. 40%)
- 75% des Stundenentgelts
- Bereitschaftsdienst Stufe III (mind. 70%)
- 90% des Stundenentgelts
- Rufdienst (außerhalb Klinik)
- 12,5% des Stundenentgelts
- Nachtdienst (21-6 Uhr)
- 15% Zuschlag
- Samstag (6-23 Uhr, nicht regelmäßig)
- 10% Zuschlag
- Sonntag
- 25% Zuschlag
- Feiertag
- 35% Zuschlag (mit Freistellung)
Häufige Fragen
- Wie viel verdient ein Oberarzt im ersten Jahr?
- 9.342 € brutto/Monat nach TV-Ärzte VKA Ä3 Stufe 1. Mit Funktionszulagen und 3 Bereitschaftsdiensten typischerweise 11.500 € – 13.000 € brutto.
- Was verdient ein leitender Oberarzt?
- Leitender Oberarzt (Ä4) startet bei 11.098 € brutto in Stufe 1 und erreicht 12.481 € in Stufe 3 (ab 7 Jahren). Plus Funktionszulagen 13.500 € – 15.000 € brutto.
- Wie viel mehr verdient ein Oberarzt mit Privatliquidations-Beteiligung?
- An Häusern mit hohem Privatanteil (>15% der Patienten) zusätzlich 20.000 € – 80.000 € pro Jahr. In Privatkliniken kann die Beteiligung das Grundgehalt übersteigen.
- Welche Funktionszulagen gibt es als Oberarzt?
- Häufigste: Schmerztherapie (200-500 €), OP-Leitung (400-800 €), Hygiene (250-400 €), Stellvertretung Chefarzt (600-1.200 €). Wer mehrere Funktionen übernimmt, kommt schnell auf 1.000 € – 1.500 € Zulagen pro Monat.
- Wann werde ich vom Oberarzt zum leitenden Oberarzt befördert?
- Üblicherweise nach 3-5 Jahren Ä3, bei guter Beurteilung und freier Stelle. Wer leitender Oberarzt werden will, muss Stellvertretungsfunktionen übernehmen — typischerweise OP-Saal-Koordination, Wochenend-Rufdienst-Planung oder Spezialambulanz-Leitung.
- Lohnt sich der Wechsel zum Oberarzt von Privatklinik zu Kommunal?
- Finanziell oft ja: an kommunalen Häusern mit Bewerbermangel werden Oberärzte gerne mit Standort-Zulage (500 € – 1.500 €) und übertariflicher Stufe eingestellt. Plus: an Unikliniken Habilitations-Möglichkeit. Mission Personal hat Oberärzten in 2025 durchschnittlich +14% Brutto bei Wechsel verhandelt.
Validiert vom Mission Personal Healthcare-Team
Inhalte basierend auf Marktdaten aus 2.600+ erfolgreichen Besetzungen im Gesundheitswesen seit 2018. Tarifdaten geprüft anhand der offiziellen Veröffentlichungen von Marburger Bund, VKA, AVR Caritas und AVR-DD.
Stand: 15. Januar 2026
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